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Das Schnitzel aus dem Internetz

Netzbekanntschaften können quite erquicklich sein: über Alltagsbeobachtungen, nicht alltägliche Begegnungen und Allegorien der Transparenz mit @NeinQuarterly.

Prolog

Im Gegensatz zur aufgeschlossenen, flexiblen breiten Masse stehe ich technischen Neuerungen im Allgemeinen und neuen medialen Kommunikationskanälen im Besonderen mit einer zögerlichen, gesunden (?) Skepsis gegenüber. Nur dank des Beharrungswillens wohlmeinender Kollegen – allen voran Harry Keller („deine Beiträge laufen super auf Twitter, Sonja, leg dir wenigstens einen Account zu“) und Marlene Schufferth („nein, du musst auf Facebook nichts aus deinem Privatleben erzählen, wenn du nicht willst“) habe ich mit dem Kram angefangen – anfangen müssen. Harry und Marlene sei Dank.

“I wandered lonely as a pipe at a semiotics conference.”

Ist da wer? Ja.

Ohne die Erfahrung, dass es jenseits des – zugegebenermaßen sehr praktischen – Austauschens von Branchen-News und/oder dem weniger erbaulichen Verbreiten von Katzen-, Baby- und Bratwurstbildern (nie, nie, nie werde ich mich daran gewöhnen) intelligentes Leben und sogar so etwas wie Literatur da draußen gibt, hätte ich nicht unbedingt weitergemacht mit derlei medialen Selbstversuchen. Das Schlüsselerlebnis: Die Begegnung mit @NeinQuarterly auf Twitter.

“Adorno walks into a bar. Hears a jazz band. Asks when the music will start.”

Ende 2011, Anfang 2012 kam sie mir zum ersten Mal in die Quere, dann immer wieder, diese seltsame Figur: ein karikaturhaft gezeichnetes grimmig-trauriges Adorno-Gesicht, das sich mit philosophischen Anmerkungen, galgenhumorigen Wortspielen, düsteren Witzen und abgründigen Bemerkungen hervortat. Auf Deutsch und Englisch. Dazu historische Zeppelin-Bilder als großspuriger Hintergrund für das eigenartige Konterfei.

“Borges walks out of a dream. Kafka walks out of a castle. Hemingway walks out of a bar. And back in.”

Das kam – trotz oder wegen des Zeppelins? – so anders daher als die duchlaufenden Tages- oder Minuten-News, die Momentaufnahmen ohne Tiefe, die selbstreferenziellen Witzeleien, das Wisst-ihr-überhaupt-schon und der Ich-zeig-dir-meins-zeigst-du-mir-deins-Gestus, die das Maß der Dinge (des Mediums) zu markieren schienen. Huch. Ich rege mich auf, in Erinnerung an die Phase des ersten Schocks (und der völligen Reizüberflutung) zu Anfang auf Twitter. Zurück zur Freude des Entdeckens – und das war es dann auch wirklich. Nicht Liebe auf den ersten Tweet, dafür umso inniger.

“German is for lovers. Angry lovers. Of Grammar.”

Verzweifelte Strenge

Bei dem grimmigen Burschen, der sich da so ostentativ freudlos hervortat, gab es Bezüge zu deutschen Philosophen und Literaten. Zitate von Autoren, die man nicht im Vorbeifliegen liest (weder die Zitate noch die Autoren). Behutsame Einlassungen in politisches Geschehen und gesellschaftliche Debatten, kluge Kommentare zu Blogbuster-Nachrichten, teilweise so vertrackt, dass man darüber nachdenken musste und konnte und wunderbar gefordert war, um sie in Gänze zu verstehen. Manisch repetierte Formeln und Sprachmuster …

“Learn German. It’ll teach you something about yourself. That you never wanted to know.”

“Learn German. Or die trying.”

“Learn German. Before the hipsters ruin it.”

“No, German knows no #OxfordComma. Every year this saves an entire week of needless pauses. Which is then wasted on excessive syllables.”

“Dreaming in German is the easy part, friends. Waking up is the problem.”

Futter für den Kopf, nicht einfach zu konsumieren, dafür oft verblüffend, meist traurig und witzig zugleich. Und ja, mit Oxford Comma. Und mit einer gewissen verzeifelten Strenge, die sich schon im Namen und im Namenszusatz spiegelte: dem Kompendium utopischer Negation.

“Let’s be honest: German should have a warning label. Yes, in German.”

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Das alles oder so etwas war (mir zumindest) zu jenem Zeitpunkt auf Twitter neu. Dazu diese Persönlichkeit und wie sie auftrat, changierend zwischen Allwissenheitshabitus und permanenten Sinnlosigkeitsmanifestierungen, nahtlos aneinandergereiht und durch jede noch so klitzekleine Beobachtung die Sinnlosigkeit zwanghaft begründend. In einer durchaus hochtrabenden Art der Selbstbehauptung schien sich da einer aufzuplustern, jeweils umgehend konterkariert von resignierendem, deprimierten In-sich-Zusammenfallen.

“It’s a beautiful day in New York. Should you like New York. And beauty. And days.”

Liebevolle Kritik

Eine Persönlichkeit auch, die bei aller Klugheit und offenbar umfassender Bildung völlig unaggressiv und letztlich unbesserwisserisch auftrat, echte (Kultur-)Kritik allerhöchstens in sehr milder, um nicht zu sagen, liebevoller Form hervorbringend. Denn wenn man das vermeintlich Strenge und Desolate dieser Figur und ihrer Einlassungen als Methodik zur Weltbewältigung (und des Schutzes) verstanden hatte, schälte sich genau dieser Kern immer deutlicher heraus: fundierte, präzise Beobachtungen und liebevolle Kritik.

“I went nearly 24 hours without writing a tweet. Almost started to think again. Write in complete sentences. Care. I cannot recommend it.”

Grund zur Sorge?

Faszinierend. Wie um Himmels willen war dieser Mensch hierhergeraten? Musste man sich Sorgen machen? Was hatte so einer hier verloren, auf Twitter? Wer verbarg sich dahinter?

“Spring. Thoughts turn to love. Love turns to the poets. The poets turn to social media. Thereby ruining love. And spring. And thoughts.”

Das war nicht schwer herauszufinden: ein gewisser Eric Jarosinski, Germanist und Kulturwissenschaftler und Professor an einer amerikanischen Universität. Ach so. Kein Wunder, der kennt sich aus. Zu dem Zeitpunkt gab es bereits erste Interviews mit ihm ob seiner Twitter-Aktivitäten. Der eigentliche Hype aber brach einige Monate später los, als @NeinQuarterly hochtönend eine #FailedIntellectualWorldTour ankündigte und sich selbst auf seiner Reise natürlich intensiv begleitete, betextete, mit gleichlautendem Tour-Hashtag (als Hashtag bezeichnet man mittlerweile auch im Deutschen ein Schlüssel- oder Schlagwort, markiert mit vorangestellten Rautezeichen). Die Reise ging nach Deutschland, wohin sonst.

“I’m just here for the there.”

Abjefangen auf der Welttournee

@NeinQuarterly geisterte also in Berlin herum und kommentierte die Stadt. Meine Stadt. Er war unter uns. Er war am Alex, als ich just dort vorbeifuhr. Er streifte durch meinen Kiez, betextete etwa die Danziger Straße, als ich um die Ecke am Eisessen war. Dort spontan ein erster schüchterner Versuch, Kontakt aufzunehmen, der nur am Timing scheiterte – schade, oder Gottseidank? Man spricht ja keine fremden Leute an, hieß es einst. Im Internet schon gar nicht. Vielleicht hat der Typ einen Knall. Man weiß ja nie. Ich mache doch keine Internet-Bekanntschaften. Dachte ich. Doch.

“Yes, I believe in a better world. As long as we never find it.”

Die Neugier und das Staunen obsiegten und die Bezüge wurden unausweichlich. Kollegen und Bekannte, die sich mit Twitter und anderen Medien und mit ihrem eigenen „Nutzerverhalten“ (privat/beruflich) auseinandersetzen – ich denke zum Beispiel an das Gespräch mit Jürgen Siebert im Schleusenkrug (lieben Dank noch mal!) – waren aufmerksam geworden und fragten sich (und mich), wer das wohl sei. Ja, kennenlernen wollen, müssen, unbedingt. Einladen zu einem Vortrag, ja, gute Idee, vielleicht hat er Lust dazu, vielleicht wäre das lecker auch für Kolleginnen und Kollegen. Immerhin heißt unser (meist agenturinternes) Vortragsformat bei Edenspiekermann „Brainfood“, Futter für den Kopf (jeden Donnerstag, mit Frühstück), da hätten wir es doch.

Das Brainfood mit unserem ersten Twitter-Gast @NeinQuarterly aka Professor Eric Jarosinski wurde schließlich das beste seiner Art und das bestbesuchte, das wir jemals hatten, mit Freunden von außerhalb wie eben Jürgen vom FontShop und Gästen von der Presse.

Und ja, wir waren auch Schnitzel essen, Eric und icke. Vorher schon.

Doch dazu ein anderes Mal. Vielleicht.

“If your Monday has not killed you, friends, it has made something stronger. Tuesday.”

Wednesday. Thursday.

Hirn zum Frühstück bei Edenspiekermann

Wie gesagt, angeblich wollte ihn damals schon „halb Mitte“ kennenlernen, exklamierte die Presse, exklusiv war er im August 2013 bei uns in der Potsdamer: der „echte“ @NeinQuarterly – noch viel netter als auf Twitter. Vorab die offizielle Kurzvorstellung auf Englisch, übernommen von seinem akademischen „CV“:

Prof. Jarosinski was recognized with the School of Arts and Sciences Dean’s Award for Distinguished Teaching, has taught courses on Marx, Nietzsche, Kafka, Thomas Mann, literary theory, the Frankfurt School, German Modernism, modern German theater, postwar German literature, and contemporary German consumer culture, and is planning a book (“Cellophane Modernity”) on metaphors of transparency in modern German culture. Beyond his academic activities, he writes the Twitter feed @NeinQuarterly, a satirical “Compendium of Utopian Negation”. His aphorisms focus on European literature and popular culture, critical theory, and the German language.

His work with social media has been recognized as a highly innovative form of outreach in the humanities and drawn significant international media attention, including features in the following: Public Radio International’s The World, the Los Angeles Times, Die Zeit, Der Spiegel, the Süddeutsche Zeitung, the Frankfurter Allgemeine Zeitung, The Wall Street Journal, Neue Zürcher Zeitung, Der Tagesspiegel, Focus, and Die Presse.

At the Edenspiekermann Brainfood session, Prof. Jarosinski spoke “in fluent & idiomatic German” (Erik Spiekermann on Twitter) about his extreme experiences with his alter ego @NeinQuarterly and the media, and about tranparency as a metaphor.

Intellektueller auf Abwegen

Ab Frühjahr 2012 sorgte Jarosinski auf Twitter für Furore und vor allem für eine auffallende, intensivierte Begeisterung für die deutsche Sprache. Im Sommer dann befand er sich als eine Art kulturwissenschaftlicher Feldforscher auf seiner von ihm selbst ausgerufenen #FailedIntellectualGoodwillTour – und wusste selbst nicht so ganz, wie ihm dabei geschieht. Das deutsche Feuilleton entdeckte ihn; man lud ihn in die Redaktionen nach Hamburg und Frankfurt ein. Sein Alter ego @NeinQuarterly wurde zur Marke.

“Sorry, friends, I was ill briefly. My primary care nihilist said it was probably nothing.”

Adorno revisited

Wie man am Logo erkennt, ist diese Marke – diese Figur – angelehnt an Theodor W. Adorno (einer von Jarosinskis philosophischen Lieblingen) und äußert sich skeptisch-klug zu interkulturellen Phänomenen. Auf der #FailedIntellectualGoodwillTour durch deutsche Großstädte sind es feinsinnige Rückschlüsse, die sich aus alltäglichen Beobachtungen auf den Straßen Berlins und anderswo ergeben: von den Wahlkampfplakaten bis zu regionalen Spezereien bleibt kaum etwas unkommentiert. Es geht ans Eingemachte.

“Erzähl mir von Liebe, Gurkentopf.”

Apropos Liebe

Eines seiner Themen ist Liebe, immer mal wieder, eines seiner wichtigsten Anliegen „liebevolle Kritik“, explizit, so Jarosinski zu Beginn seines Vortrags. Das sei offenbar „eine Haltung, die ankommt“, mutmaßt er in aller Vorsicht angesichts der übergroßen Resonanz, um nicht zu sagen: ungestümen Gegenliebe, auf die @NeinQuarterly in Deutschland trotz (oder wegen?) seines vermeintlich misanthropischen Weltbildes stößt.

“A gentle reminder that Marx said there’d be Mondays like this. All week.”

Dank ausgiebiger (und zunächst unintentionaler) Vorgespräche hatten wir herausgefiltert, was er uns nun im Schnelldurchlauf und mit einer Flut an Bildern vermittelte: dass sein wissenschaftliches Kernthema, das Phänomen bzw. die Allgegenwart der Transparenz sowie der sprachliche Umgang damit, von der politischen Kultur und der Architektur über (unter anderem) die Kommunikation zwischen Mann und Frau bis hin zu so ziemlich jedem gesellschaftlichen, öffentlichen Bereich heutzutage reicht – und vor allem auch die Unternehmenskommunikation prägt, nicht nur von Banken und Versicherungen: „Glas als Projektionsfläche“, Transparenz als Zauberwort, als Gleichsetzung zu Demokratie – und Garant für Glaubwürdigkeit.

“Somewhere a bottle is sitting quietly at its desk. Struggling to find its message.”

Wie transparent ist transparent?

Spannend ist die grundsätzliche Frage, so Jarosinski (und sie kann auch auf das Medium Twitter oder das Internetz insgesamt übertragen werden), ob Transparenz die Zugänglichkeit jeweils aller vorhandenen Informationen meint – oder das Filtern von Informationen, um Vorgänge tatsächlich „transparent“ zu machen, „um verstanden zu werden“. Bei seiner „kritischen Auseinandersetzung mit Transparenz“ stellte Jarosinski fest: „interessant ist es in der Tat, wie viel Gedrucktes drum herum publiziert wird“, um die jeweilige Architektur. Weil es – bei aller Transparenz – doch so viel Erklärungsbedarf gibt? Müssen wir Transparenz also oftmals eher deuten als Stilmittel und Gebärde denn als inhaltlich-politisches Gebot, das auch umgesetzt wird? Transparenz ist nicht ungedingt leicht zu durchschauen.

Professor Jarosinki zeigt die Berliner Reichstagskuppel als Sinnbild transparenter Architektur und entsprechender sprachlicher Symbole, und das Haus des Faschismus (Casa del Fascio) in Como: Auch hier sei die metaphorische Wirkung klar kalkuliert.

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Eine schöne Analogie: Das Adorno-Denkmal in Frankfurt am Main, ein transparenter (sic) Kasten mit Adornos Schreibtisch und Stuhl, wird durch Beschädigung von außen immer undurchsichtiger. Gedeutet wurde dies, so Jarosinski, als „radikaler Versuch, eine Distanz zu überwinden“. Ein anderes, ähnlich radikal-absurdes Beispiel: die transparente Shop-Architektur von Nike, die dazu führt, dass bei Protestaktionen massiver Polizeieinsatz notwendig wurde – und die Polizisten in einer (völlig undurchsichtigen) „Schutzarchitektur“ stecken mussten.

“Nothing is just another word for nothing left to lose. Or, I suppose, to find.”

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Meister der kurzen Form

Professor Jarosinski ist ein feiner Beobachter; er zieht und vermittelt seine Schlüsse ganz schnell und direkt. Vielleicht macht ihn das zum Meister der kurzen Form, wie er für sich herausgefunden hat. Das lang geplante Buch wird wohl in Planung bleiben … oder in Gestalt vieler kleiner Gedankensplitter seinen Weg an die Öffentlichkeit finden – vielleicht sogar, parallel zum Twitter-Account, in gedruckter Form (wenn Jarosinski, er formuliert da durchaus Unsicherheit, entsprechenden Anfragen deutscher Zeitungen folgt).

“Two philosophers walk into a bar. Hours later, one leaves. The other’s still thinking about it.”

Sprach- und Menschenbilder beyond Klischees

Rein sprachlich sind Jarosinskis Strategien ebenso einfach wie klassisch. Er setzt sie in seltener Perfektion und Konsequenz um: Der Tenor stimmt und passt zum Absender; das Feld der Themen, Thesen und Belege positioniert ihn als Fachmann auf seinen Gebieten; Kernbegriffe sorgen für Wiedererkennbarkeit; Wiederholungen und Abwandlungen bestimmter Sprachbilder, Rhythmen und Zitate – er nennt sie „Meme*“, obwohl es das Wort im Deutschen (noch) nicht gibt, und Schablonen, diese Sprach- und Denkmuster – sorgen für Kontinuität und Überraschungseffekte zugleich. Auf Englisch und Deutsch, natürlich. Allein schon wegen dem Ü, das er besonders schätzt. Die Pointen sitzen auch formal. Jedes Pünktchen ist wichtig, jeder Plural zählt. Das Hashtag „#Umlauts“ ist natürlich eine bewusste Deutsch-Englisch-Kombination.

“For many years I said ‘wortwirklich’, not ‘wortwörtlich’. And I was right.”

Und doch zählen Inhalte, nicht die Form. Letztlich geht es Eric Jarosinski um die Beseitigung interkultureller Klischees. Klüger und charmanter hat das selten jemand versucht – ernsthafter auch nicht.

“French: the language of love. German: the love of language. English: the love of English.”

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PS

Seit Februar 2014 hat Eric Jarosinski seine Print-Rubrik im Politikteil (!) der ZEIT: jeweils vier „Tweets“ beziehungsweise gedruckte Kurzbotschaften in einem Sinnzusammenhang zu einem bestimmten Thema (auf Twitter gekennzeichnet mit „#“ und genannt Hashtag, oder auch Haschtacke, um die deutsche Übersetzung weiter zu propagieren).

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PPS

Die Dokumentation unseres Gespräches beim Schnitzelessen (das tatsächlich auch im Sommer 2013 stattfand, als Interview mit etwas mehr als „3 Fragen“) finden Sie im Beitrag Die Großzügigkeit der Intelligenz.

Theodor W. Adorno (1903–1969) war ein deutscher Philosoph, Soziologe, Musiktheoretiker und Komponist. Er zählt zu den Hauptvertretern der Frankfurter Schule oder Kritischen Theorie. Wie nur wenige Vertreter der akademischen Elite hat er mit seinen Reden, Beiträgen und Büchern auf das kulturelle Leben in Deutschland eingewirkt. Adornos philosophisch-soziologische Arbeit steht in der Tradition von Georg Wilhelm Friedrich Hegel, Karl Marx und Sigmund Freud. Durch seine (eher strenge denn liebevolle) Kritik an der kapitalistischen Gesellschaft gilt er als einer der theoretischen Väter der deutschen Studentenbewegung (deren regelverletzende und gewalttätige Aktionen er allerdings nicht guthieß).

Interview im Mai 2014 mit Eric Jarosinski „Talking about Twitter“ beim Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft. Der Tagesspiegel über Jarosinskis Vortrag bei Edenspiekermann: Ich bin ein Berlinerd. Mit als erste berichtete die Süddeutsche Zeitung über @NeinQuarterly: I love #Ü – Deutsch als Twitter-Trend und Nein-und-nochmals-nein. Es folgte: First as tragedy, then as farce, then as interview on Strollology. Hier Jarosinskis Profil als Professor an der Universität von Pennsylvania.

Folgen Sie @NeinQuarterly auf Twitter.

 

*Interessanterweise verwendet auch Holm Friebe in „Die Stein-Strategie“ das Wort Meme (als Bezeichnung für ein zum Teil in Varianten wiederkehrendes und auf diese Weise in der Kulturgeschichte verankertes Zitat oder Sprachmuster). Es stammt aus dem Englischen („a meme“, Plural „memes“) und wird synonym beschrieben als „unit of cultural information“ oder „Gedankeneinheit“. In manchen Übersetzungprogrammen wird „das Mem“ (mit dem Plural „die Meme“) bereits als deutsche Übersetzung angeboten. Im Duden ist es noch nicht zu finden (Stand 22. November 2015).

 

Erstmals veröffentlicht am 19. August 2013 auf dem Blog von Edenspiekermann (der zweite Teil zum „Brainfood“), hier um persönliche Polemik (erster Teil) ergänzt. Alle kursiv gesetzten Zitate sind Original-Tweets von @NeinQuarterly. Die Fotos sind selbstgemacht bis auf das unterste; das stammt von Mike Wolff vom Tagesspiegel – vielen Dank. Die Logo-Illustration von @NeinQuarterly stammt in dieser überarbeiteten Fassung von Luc(as) de Groot.