TXET

Große Buchstaben, große Liebe

Wohin mit Buchstaben, die ausgedient haben? Wir retten sie vor dem Wegwurf, dem Verramscht- oder Verstecktwerden, und bergen sie im Buchstabenmuseum Berlin.

Zur Zeit sind sie nur auf Anfrage zu besichtigen. So viel ist sicher: Sie sind alle noch da, unsere buchstäblichen Schätze aus dem Berliner Stadtbild. Sie lagern gut geschützt unter den S-Bahn-Bögen Bellevue. Wohin es als nächstes geht, ist noch nicht gewiss. Oder hat das ewige Umziehen endlich ein Ende? Blick zurück und nach vorn.

HIER fanden 2014–2016 einige schöne Buchstabentreffen statt: die Kaufhalle an der Jannowitzbrücke, die das Buchstabenmuseum zwei Jahre lang zwischennutzen konnte.

Sommer 2015: „Wer kommt mit zum E?“ Ein idyllischer Abend, ein ehemaliger Supermarkt im Berliner Osten, mit zugigem Lagerhallencharme schon im Eingangsbereich und trotzdem feierlicher Atmosphäre: Der Typostammtisch Berlin tagt im Buchstabenmuseum Berlin. Die Typografiefachleute Berlins bekunden damit ihre (naheliegende) Solidarität mit dem ehrenamtlich getragenen Verein, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, riesige Lettern aus dem Stadtbild zu bergen: meist Einzelstücke von Fassaden oder Dächern, gebaut einzig und allein für jeweils den einen Standort, das jeweilige Ladengeschäft, die eine oder andere Berliner Institution.

Das Buchstabenmuseum versteht sich tatsächlich als eine Art Rettungsstation: Es geht schlicht darum, gebaute Buchstaben in Sicherheit zu bringen. Und, soweit möglich, ihre Geschichte zu dokumentieren, ihre Bedeutung zu bewahren. Die Arbeit reißt nicht ab. Nicht nur, weil es so viele rettenswerte Buchstaben in und um Berlin gibt; Ende 2015 stand – nach zweijähriger Zwischennutzung an besagtem Standort nahe Jannowitzbrücke – schon wieder ein Umzug für das Museum und seine riesigen (auch eingelagerten) Bestände an. Dazu weiter unten mehr. Grund genug jedenfalls, die Ausstellung in der Kaufhalle zu besuchen und einen schönen Abend unter Artverwandten zu verbringen.

Am 30. Juli 2015 tagt der Typostammtisch Berlin im Buchstabenmuseum (zu dem Zeitpunkt untergebracht in einer ehemaligen Kaufhalle, Holzmarktstraße 66 an der Jannowitzbrücke). In der Mitte Typostammtisch-Gründer Ivo Gabrowitsch mit seinem langjährigen Mitstreiter, Florian „Ungewöhnliche Umlaute“ Hardwig, und halblinks (im Profil, mit Sektglas) Buchstabenmuseum-Gründerin Barbara Dechant.

Die Gäste durften gruppenweise durch die Seiten- und Kühlräume der ehemaligen Kaufhalle wandeln und bekamen an vier prägnanten Ausstellungsobjekten die Geschichte der Buchstabenbergungen dargebracht, mit viel Hintergrundwissen – von denen, die dabei waren.

Hier erzählt Dr. Ulrich Lessmann die Geschichte vom lächelnden g, das ihn um die halbe Welt begleitet hat.

Also, wer kommt mit zum E? Das oder besser gesagt die vielen Versal-E in „Der Tagesspiegel“ sind meine Station. Denn statt eines typografischen Fachvortrags stehen für die Buchstabenfreunde und Typostammtischbesucherinnen heute gleich vier Leute bereit, um an ausgewählten Exponaten von Buchstabenbergungsaktionen berichten, an denen sie selbst handfest beteiligt waren:

  • Till Kaposty-Bliss (Das Magazin), Mitglied und ehrenamtlicher Helfer im Museum, berichtet über den ganz besonderen Nachlass von VEB Neontechnik aus Halle (dazu weiter unten mehr).
  • Marcus Hahn (Architekt), ehrenamtlicher Helfer im Museum, war maßgeblich am Um- und Aufbau der aktuellen Ausstellung beteiligt und vermittelt Hintergründe zur derzeitigen Inszenierung in den ehemaligen Kühlräumen der Kaufhalle.
  • Dr. Ulrich Lessmann (T-Systems), Freund des Buchstabenmuseums, erzählt die großartige Geschichte vom lächelnden g, dessen Entstehung und typografische Überarbeitung er begleitet und das er dem Buchstabenmuseum nach langer Odyssee schließlich vermacht hat.
  • Ich selbst bin ebenfalls Mitglied und Helferin im Museum und berichte von unserer spannenden Rettung und Übernahme des Doppelschriftzugs Der Tagesspiegel von der Potsdamer Straße.

Sonja Knecht veranschaulicht die Geschichte vom Tagespiegel bzw. der gebauten TAGESSPIEGEL-Großbuchstaben aus der Potsdamer Straße. Der oder vielmehr die beiden riesigen gebauten Logo-Schriftzüge – denn es waren zwei, zur Doppelspitze zusammengefügt – sind ein gutes Beispiel für die jahrzehntelange fast selbstverständliche Präsenz prominenter Buchstaben im Stadtbild. Und dann sind sie plötzlich weg.

Die riesigen weißen Schriftzüge, die jahrzehntelang weithin sichtbar am Turm des Gebäudes Potsdamer Straße 83 prangten, konnten wir (dank Erik Spiekermann und Rainer Köble von Edenspiekermann sowie einem kooperationswilligen Hausmeister) retten. Mit ihrer Höhe von 1,53 m sind die schmalen, serifenbetonten Versalien etwas kleiner als ich und nicht allzu groß für gebaute Buchstaben an so exponierter Stelle.

Das Gewicht der Buchstaben und die Tatsache, dass sie in jeweils mindestens drei Teile zerlegt waren (Vor- und Rückseite sowie Innengestelle) machten uns beim Abtransport zu schaffen. Manche Serife war zur leichteren Demontage abgefräst worden. Alles musste (im riesigen kalten Keller des ehemaligen Verlagshauses an der Potsdamer Straße) säuberlich sortiert und zugeordnet werden: Gewichtheben und Puzzle in einem (nicht jede E-Rück- passte zu jeder E-Vorderseite, sondern nur jeweils eine; und Der Tagesspiegel hat jede Menge Es).

Die Geschichte der Tagesspiegel-Schriftzüge zeigt exemplarisch: In Berlin mehr als anderswo prägen Veränderungen das Stadtbild. Überall wird gebaut, werden Fassaden neu gestaltet oder gleich ganz abgerissen – und mit ihnen die Schilder und Beschriftungen von einst. Die liebevoll gestalteten, oft aufwändig als Einzelstücke angefertigten Objekte landen in der Regel auf dem Müll. Wer will schon riesige alte Buchstaben fach- und materialgerecht entsorgen oder gar bei sich zu Hause haben, angerostete Leuchtreklamen oder verdreckte Neonröhrenwörter, die nichts mehr bezeichnen? Wir. Auch wenn sie Arbeit machen, Platz brauchen, man sich gelegentlich sogar richtig weh tut an ihnen. (Schon mal mit einer Serife auf Schläfenhöhe zusammengestoßen?)

Zwar gab und gibt es den Tagesspiegel noch, aber der Sitz des Verlages ist längst nicht mehr in dem markanten Gebäude mit dem weißen Turm in der Potsdamer Straße 83. Heute prangt hier Werbung für das Café Wintergarten; es liegt direkt gegenüber. Im Turm und im 6. OG des Quergebäudes sitzt heute die Digital- und Corporate-Design-Agentur Edenspiekermann.

Die himmelhohe Position der Buchstaben und die aufwändige Befestigungskonstruktion ließen den Gedanken an eine Demontage zunächst in unerreichbare Ferne rücken …

… denn selbstverständlich müssen gebaute Buchstaben an Außenfassaden extrem stabil montiert und witterungsbeständig sein.

Die Tagesspiegel-Buchstaben wirkten auch aus nächster Nähe noch unerreichbar, majestätisch groß, wunderschön.

Machen aber viel Arbeit

Nun, zur Zeit sind nicht nur Typografen, Texterinnen, Letternfreunde hinter alten Buchstaben her. Es scheint einen Trend zum 3D-Buchstaben als Dekorationsobjekt zu geben; sie werden auf Flohmärkten gehandelt und zum Teil speziell dafür nachgebaut, auf alt getrimmt, teuer verhandelt, zu Möbeln gemacht. Bedauerlich ist, dass viele Original-Schriftzüge so auf Nimmerwiedersehen in Privathaushalten oder Büros verschwinden. Womöglich werden sie auseinandergerissen und irgendwann doch weggeworfen. Wie Hundewelpen, die plötzlich lästig und zu groß geworden sind.

Buchstabenmuseumsgründerin Barbara Dechant, Kommunikationsdesignerin aus Wien, fing frühzeitig an, Buchstaben in ihrem Umfeld „in Sicherheit zu bringen“. Sie beobachtete Baustellen und leerstehende Ladengeschäfte (besonders die Fläche über dem jeweiligen Schaufenster), erspähte eingerüstete Fassaden und daran Schriftzeichen, deren trauriges Ende abzusehen war. Sie schritt ein, in bester Robin-Hood-Manier. Doch irgendwann platzte ihre Wohnung aus allen Nähten. Gebaute Buchstaben sind sperrig. Sie sind schwer, sie brauchen Platz; sie waren ja nie dafür gedacht, in geschlossenen Räumen verwahrt zu werden. Als Möbel taugen sie wirklich nur bedingt. Wohnen mit Wörtern ist schön, aber nicht ganz einfach!

Licht-Objekt-Wirkung im temporären Schaudepot des Buchstabenmuseums in der Karl-Liebknecht-Straße nahe Alexanderplatz (Foto Aaron Rößner). Mehr über die Ausstellungskonzeption weiter unten.

Zusammen mit Anja Schulze (heute Leitung Kommunikation im Stadtmuseum Berlin), gründete Barbara Dechant 2005 das Buchstabenmuseum. „A“ und „B“ steckten viel freie Zeit in ihr Projekt und stellten ihre typografischen Favoriten zunächst in einer ehemaligen DDR-Kaufhalle in Berlin-Mitte aus – immer auf der Suche nach noch größeren, kostengünstigen Räumen, in denen sie die überdimensionierten Findlinge lagern, ausstellen und dokumentieren können.

Buchstäbliche Industriegeschichte

Das Thema Raum ist hier wirklich nicht zu unterschätzen. Manche Objekte sind bis zu 3 Meter hoch und wiegen an die 150 Kilogramm. Die knallroten Riesen von AEG, das Hertie-Logo, aus der Spree geborgen, Schlecker und Reichelt, Ebbinghaus und Eternit, diverse bekannte Firmen- und Restaurantnamen … Im Archiv des Buchstabenmuseums ruhen wahrhaft riesenhafte, zum Teil noch unbearbeitete Schätze. Die Sammlung umfasst über 1.200 Buchstaben und komplette Schriftzüge – Tendenz steigend. In Berlin und Umgebung gilt es noch einiges an dreidimensionaler Gebäudebeschriftung zu retten: buchstäbliche Industriegeschichte des 20. Jahrhunderts, meist aus Glas, Acryl und/oder Metall, mit und ohne Leuchtstoffröhren.

Barbara Dechant & Co. haben ihre bedrohten Schützlinge meist schon frühzeitig im Blick und schalten sich spätestens ein, „wenn das Gerüst steht“. Dann wird es auch allerhöchste Zeit.

Besuchergang durch die „schwarze“ Ausstellung des Buchstabenmuseums in der Karl-Liebknecht-Straße nahe Alexanderplatz (Foto Andre Stoeriko).

AUS im Schaudepot in der Karl-Liebknecht-Straße (Foto Andre Stoeriko) …

Schneller als der Bagger sein

Kolleginnen aus der Typoszene teilen die Leidenschaft. Mitglieder des Buchstabenmuseums halten die Augen offen. Freunde helfen bei Demontagen, beim Transport, beim Schleppen, bei den vielen Umzügen und Umlagerungen.

Manchmal melden sich Unbekannte beim Buchstabenmuseum, weil sie sich Sorgen machen um einen Schriftzug in ihrer Nachbarschaft. Beispiel Beeskow: Bernstedters „Einkaufshaus für Alle“ war eine Institution in dem beschaulichen Ort bei Berlin. Der großzügige, teils geschwungene Schriftzug „Für Ihren Bedarf“ an der Hausfassade prägte den Ortskern jahrzehntelang. Anlässlich der Renovierung war er in Gefahr – ein Herr Wenzke aus Beeskow wandte sich an das Buchstabenmuseum; die Museumsfrauen wurden umgehend aktiv.

Lettern retten bei Minusgraden

An einem klirrend kalten Samstag im Februar 2012 machte sich ein Trupp Buchstabenfreunde aus Berlin auf den Weg nach Beeskow. Das Baugerüst für die Sanierung stand noch an der Hauswand von Bernstedters Einkaufshaus und bot beste Voraussetzungen für den Abbau der blauen Buchstaben. Allein die Außentemperatur war hier eine mehr als übliche Herausforderung. Dafür wartete im Ladeninneren eine wunderbare Überraschung: Die Originalskizze zum Schriftzug „Für Ihren Bedarf“, gezeichnet vom VEB Neontechnik, lag noch im Zeitschaltkasten. Ein unglaublicher Zufall, war doch der archivarische Nachlass des VEB Neontechnik dem Buchstabenmuseum parallel zugegangen – ein Freund hatte ihn just am Tag zuvor in Halle abgeholt.

Von solchen Zufällen und der Unterstützung Vieler lebt das Buchstabenmuseum Berlin. Mit dem Archiv des ehemaligen VEB Neontechnik, dem größten Hersteller seiner Art (man erinnere sich an die Leuchtreklame „Plaste und Elaste aus Schkopau“ an der A9) gewann das Museum einen Materialfundus von unschätzbarem Wert: 40 volle Schubfächer aus 50 Jahren Neonreklamenproduktion, Auftragsbücher, Konstruktionspläne und Briefwechsel mit Firmen wie Carl Zeiss oder dem Flughafen Schönefeld.

Die Geschichte vom „Einkaufshaus für Alle“ in Beeskow und dem schwungvollen „Für Ihren Bedarf“ mitsamt den dazugehörigen Entwurfsskizzen bleibt mit Sicherheit ein Ausstellungsschwerpunkt im Buchstabenmuseum und war eine der vier Besucherstationen auch an jenem Abend im Sommer 2015, präsentiert von Till Kaposty-Bliss.

Umzug! Das Schaudebot am Alex muss geräumt werden, weiter geht es an die Jannowitzbrücke. Lucas de Groot packt mit an.

Größenvergleich: Lucas (1,87 m) und Luca (ca. 1,40 m, Stand 2014) neben den Logobuchstaben von AEG (in der Einfahrt zur Kaufhalle an der Jannowitzbrücke).

Sonderausstellungen und ein Shöpchen

Das Museum bietet Abwechslung. Ein weiterer Glanzpunkt 2015 war die temporäre Ausstellung „COLAB“ in Kooperation mit der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin. Die Studierenden (aus dem Fachbereich Kommunikationsdesign der HTW) hatten sich Gedanken dazu gemacht, wie das Buchstabenmuseum passende Objekte für den Shop, möglichst preisgünstig und produktionstechnisch praktisch, bereitstellen könnte: als Geschenke, Mitbringsel, hübsch, nachhaltig und nützlich, am besten alles zugleich. Die tollen Ergebnisse, ihre Semester-Abschlussarbeiten, zeigten die angehenden Designer und Designerinnen als Prototyen im Museum, die Gäste durften ihre Favoriten wählen, die in Produktion gehen sollten. Schöne Sache!

Buchstäbliche Mitbringsel, von HTW-Studierenden entworfen, in der Ausstellung „COLAB“ im Sommer 2015 im Buchstabenmuseum, Standort Jannowitzbrücke.

Hit-Potential: Bastelbuchstaben aus hauchdünnen Holzplatten.

Plexiglasbuchstabenobstschalen, zum Beispiel. Made in Berlin.

Die erste Sonderausstellung in den Räumen des Buchstabenmuseums an der Jannowitzbrücke war 2014 zusammen mit dem Konzeptkünstler und Designer Adam Slowik gestaltet worden. Er schuf ein Objekt, dessen Form zunächst irritierend nichtssagend wirkt; betrachtet man die gebogene Neonröhre jedoch entgegen alltäglicher Sehgewohnheiten, erscheinen darin alle 26 Buchstaben des Alphabets. Wunderbarerweise ging das auf den zweiten Blick so spektakuläre ABC-Objekt in die Sammlung des Buchstabenmuseums über, es fügt sich optimal in das Sammlungskonzept, da das Augenmerk sowohl auf dem einzelnen gebauten/lesbaren Buchstaben liegt als auch das Material und der Herstellungsprozess beleuchtet werden. Das Kunstwerk war parallel zur HTW-Ausstellung und am Typostammtischabend noch zu besichtigen; eine 3D-gedruckte Nachbildung als limitierte und vom Künstler Adam Slowik signierte Edition im kleine, feinen Buchstabenmuseumsshop erhältlich.

Umzug 2014 vom Alex an die Holzmarktstraße/Jannowitzbrücke.

Und ab aufs Dach: drei Männer für ein S.

Till Kaposty-Bliss und Lucas de Groot kümmern sich um ein verletztes W (die Neonröhren sind extrem empfindlich, diese Buchstaben selbst aber ziemlich schwer und auch wegen ihrer scharfen Kanten schwer zu tragen).

Ein kurzer Moment der Ratlosigkeit.

Buchstaben in bestem Licht

Eine wiederkehrend schöne, aber auch besonders anspruchsvolle Aufgabe für das Buchstabenmuseum (neben den vielen Umzügen): die großen Objekte nicht nur unter-, sondern auch stimmig zur Geltung zu bringen.

Die konzeptionellen Kernfragen dabei: Welche Stücke aus unserer Sammlung stellen wir als Exponate wie zusammen? Wie gestalten wir die Ausstellung, wie führen wir den Besucher? Wie machen wir den Raum gut begehbar? Wie werden die Buchstaben darin wahrgenommen? Die Objekte sollen im Mittelpunkt stehen; gleichzeitig gilt es, formale Notwendigkeiten zu erfüllen. Ein klar gekennzeichneter Empfangsbereich mit Shop und Platz für die Gäste bei Veranstaltungen ist nötig: Das Buchstabenmuseum bietet Filme, Präsentationen und Publikumsgespräche zu Schrift, Schriftgeschichte und Begleitthemen.

Am (damals) neuen Standort Jannowitzbrücke erstmal alles säuberlich aufgereiht, die leere Kaufhalle bot zum Glück ausreichend Platz.

Buchstabenteppich.

Eine fröhliche Barbara Dechant, erleichtert, dass ihre Riesenbabies wieder ein Dach über dem Kopf haben (hier Teile von Ebbinghaus).

Wer erinnert sich an das Schaudebot am Alex? Für mich markiert es meine ersten Begegnungen mit Barbara und dem Buchstabenmuseum.

Die markante Ausstellungskonzeption stammte von Marcus Hahn und Wolfram Schmeisser; sie machten das Buchstabenmuseum Berlin zum Thema ihrer Abschlussarbeiten im Fachbereich Innenarchitektur an der HS Coburg. Zusammen mit Dozent Tobias Kunz ging es um „Szenografie im Raum“ und um die Vision, wo es mit dem Buchstabenmuseum hingehen kann.

Eingang zum Schaudepot des Buchstabenmuseums in der Karl-Liebknecht-Straße, Berlin-Mitte, im ersten Stock eines Einkaufszentrums (Foto Andre Stoeriko).

Der größte Teil der Austellungsräume war schwarz. „Das war mir bis zu dem Tag nicht klar, an dem er wirklich angestrichen wurde“, so Barbara Dechant, die eng mit den Studierenden zusammengearbeitet und drei konzeptionelle Ansätze mitverfolgt hatte. Diverse Ideen – stapelbare Kisten, Gerüste – waren durchgespielt worden und führten zu einem erhöhten Steg, der den Rundgang durch das Museum strukturiert.

Erklärtafeln mit Buchstabengeschichten im Schaudepot am Alex (Foto Andre Stoeriko).

Besuchergang durch die „schwarze“ Ausstellung des Buchstabenmuseums in der Karl-Liebknecht-Straße nahe Alexanderplatz (Foto Andre Stoeriko).

Die Konstruktion erfüllt praktische Kriterien (Unterbringung von Kabeln etc.) und ermöglicht dem Besucher völlig neue Seh-, Geh- und Raumerfahrungen. Beim eigentlichen Umbau half ein Team von rund zwölf Studierenden – und diesen ein vorbereitender Workshop im Buchstabenmuseum.

Wichtig war bei dieser Konzeption, Einzelbuchstaben so anzuordnen, dass sie nicht lesbar sind – also keine Wörter oder Sinnzusammenhänge bilden, wenn sie „zufällig“ nebeneinander stehen. Logo-Schriftzüge (ganze Wortmarken) werden selbstverständlich nicht auseinandergeschnitten. Besucher und Besucherinnen erfreuen sich besonders an denen, die sie noch aus dem Stadtbild oder gar ihrer Nachbarschaft kennen.

Der Schriftzug von Ledinek, Frisör am Hauptplatz in Graz, wurde von der Frisörin direkt im Buchstabenmuseum Berlin gesichert.

Die Kühlanlagen aus Kiel erreichten das Buchstabenmuseum Berlin im November 2013 über Albert-Jan Pool.

Die Objekte kamen bestens zur Geltung, die Buchstaben leuchteten aus dem Dunkel hervor, ermöglichten aus verschiedenen Blickwinkeln immer neue Eindrücke. Diese preisgekrönte ausstellungskonzeptionelle Arbeit machte das damalige Schaudepot zur Buchstabenbühne. Jener temporäre Ausstellungsraum des Buchstabenmuseums lag nicht sehr malerisch, doch bestmöglich genutzt und praktisch eingebettet im ersten Obergeschoss eines Einkaufszentrums nahe Alexanderplatz und wir denken gern an die diversen Anlässe, uns dort zu treffen, um Vorträge zu hören etwa zum Versaleszett von Nadine Roßa (Design made in Germany, Sketchnotes-Expertin) und Ralf Herrmann (Typografie.info und Typojournal, Pavillon-Presse Weimar), zu einem Buchstaben-Pecha-Kucha oder einfach so.

Der Telekom-Schriftzug aus Kiel erreichte uns über Lars Epler und stammt von der Nordischen Leuchtröhrengesellschaft.

Längst fanden Buchstaben (sowie Besucher und Besucherinnen) nicht nur aus Berlin ihren Weg ins Buchstabenmuseum; mittlerweile ist es sehr bekannt und man beneidet uns darum. Denn auch anderswo werden einmalig schöne, markante, überflüssig gewordene Fassadenbeschriftungen entfernt – so gelangen die eine oder andere Apotheke aus Düsseldorf oder buchstäbliche Schmuckstücke etwa aus Hamburg oder Dresden zu uns nach Berlin.

Momentan können die Buchstabenriesen leider nur auf Anfrage und nur in Ausnahmefällen besichtigt werden. Barbara Dechant musste sowohl das Schaudebot am Alexanderplatz als auch die Kaufhalle an der Jannowitzbrücke nach jeweils ein bis zwei Jahren Zwischennutzung räumen. Sie lagert ihre Sammlung nun unter S-Bahn-Bögen am Innenstadtbahnhof Berlin-Belleve, verhandelt intensiv und hofft auf einen langjährigen, festen Mietvertrag mit der Deutschen Bahn AG.

Einblicke in die aktuelle Ausstellungs- oder eher Lagerungsstätte unter den S-Bahn-Bögen Bellevue (Stadtbahnbogen 424, Ecke Claudiusstraße, in 10557 Berlin), im Hintergrund die vier Tagesspiegel-Es. – Diese beiden Fotos sind von Djamila Grossman.

Selbst wenn sie nur so herumliegen oder grob sortiert aufgereiht sind, sehen sie schön aus; hier wurde aus einem Apothekenschriftzug PATEK zusammengestellt, zu Ehren des Uhrenherstellers, der für ein Foto-Shooting hier war. Im Hintergrund ein Neuzugang, der robotron-Schriftzug aus Dresden, Lingener Allee, ehemalige robotron-Kantine (Foto Djamila Grossman).

Wahre Größe

Wir hoffen, dass die Buchstaben bald wieder uneingeschränkt besuchbar und zu besichtigen sind. Für uns Berliner Stadt- und Schriftfreunde sind sie ein Schatz, für Besucherinnen von außerhalb eine großartige Überraschung. Neben vielen bekannten, institutionalisierten Berliner Attraktionen und Kulturschätze kommen hier persönliches Engagement und der Blick von der Straße zum Tragen sowie eine ganz eigenwillige, besondere Wirkung, die schwer zu beschreiben ist, getragen von Melancholie und Wehmut einerseits, von fröhlicher Selbstbehauptung, handwerklichen Fertigkeiten und hoch individuellem, grafisch-visuellem Ausdruck andererseits.

Kurz, besuchen Sie das Buchstabenmuseum Berlin.

Und machen Sie sich auf etwas gefasst: Die Buchstaben sind weit größer, als man denkt. Viele tragen Spuren von Wind und Wetter. Manche wirken rebellisch raumgreifend, in ihren ausladenden Schwüngen, andere würdevoll wie Senioren, die sich ihre Eleganz und den Stolz auf einstiges Wirken bewahrt haben. Sie sind nicht mehr neu, sie sind nicht mehr nützlich, und sie scheinen es zu wissen. Sie zeigen eine Welt, die es so nicht mehr gibt. Sie sprechen von großer Handwerkskunst, von Stil, von grandioser Namensgebung, von Originalität in der Eigendarstellung, in der Gestaltung von Ladenfassaden, in der visuellen Ansprache von Kunden, Gästen, Vorbeiflanierenden. Doch sie werden da draußen nach und nach ersetzt, von Projektionen, Bildschirmen, Billigwerbung, und es wird sie so nicht mehr geben.

Die Buchstabenriesen zeigen uns eine Welt, die im Verschwinden begriffen ist: das Stadtbild des 20. Jahrhunderts.

Deshalb die zum Teil wirklich dramatischen Rettungsaktionen der Museumsbetreiberin und ihrer Freunde. Herzblut und Eigenregie spielen dabei die Hauptrolle. Weder schrecken wir vor Minustemperaturen noch vor monströs großen Buchstaben zurück, wenn es darum geht, Abrissbirne, Baggern und allzu schnellen Baufirmen zuvorzukommen. Das macht großen Spaß, und wie zur Belohnung stoßen wir dabei auf allerlei Schönes, Überraschendes, Beeindruckendes, auf Rührendes und auf Skurrilitäten.

Schriftzeichen der Vergangenheit vor der Verschrottung zu retten betrachten wir als sehr persönliche Einlassung für das Kulturgut Schrift.

Mit meinem Lieblingsbuchstaben bei der Bergungsaktion im Keller des ehemaligen Tagesspiegel-Verlagsgebäudes in der Potsdamer Straße.

Im Buchstabenmuseum Berlin genießen unsere Buchstaben Schutz. Sie werden angestaunt, vielleicht genauer betrachtet, weit mehr beachtet als je zuvor – und scheinen sich doch auch zu sträuben gegen die Einengung. Sie waren schließlich für Größeres geschaffen, da draußen, für einen weiteren Blick.

Und wir ihnen gegenüber, gerührt und leicht hilflos, finden uns Auge in Auge zum Beispiel mit den Zierfischen vom Fankfurter Tor, erkennen dieses, entdecken jenes wieder, alte Bekannte aus dem Berliner Stadtbild, Ost wie West. Wir werden erinnert an ein legendäres Café, an Restaurants, klassische Berliner Firmen, stilvolle Schuhgeschäfte und daran, dass es früher „Korsagen“ gab. Um die Ecke ein vertrautes S – was war das noch gleich? – dort ein leuchtend blaues Riesen-Q von Quelle, dem legendären Versandhandelshaus, oder eben die Großbuchstaben vom Tagesspiegel aus der Potsdamer. Wir erinnern uns, sehen den kompletten Schriftzug wieder vor uns, wie er in einst in luftiger Höhe prangte, seufzen und freuen uns, dass er noch da ist, dass das alles noch da ist, und so nah, und in Sicherheit.

Vorläufig jedenfalls.

Aber wohin als nächstes?

Auch das dürfte klar geworden sein: Das Buchstabenmuseum Berlin braucht Unterstützung. Größere Räume und Finanzierungsmöglichkeiten sind vonnöten. Organisiert als gemeinnütziger Verein mit überwiegend ehrenamtlichen Helfern, führt Barbara Dechant das Buchstabenmuseum und sucht einen Ort für ihre einzigartige Sammlung – idealerweise dauerhaft und zentral in Berlin. Der Jahresbeitrag der Mitglieder hilft, führt aber nicht wirklich weit: minimum 26 Euro. Für jeden Buchstaben einer.

PS

Für Nachrichten zum jeweils aktuellen Standort der Lagerung und Ausstellung, für Neuigkeiten zu Objekten und Demontageaktionen sowie Einladungen zu Veranstaltungen abonnieren Sie bitte den Newsletter des Buchstabenmuseums; besuchen Sie das Buchstabenmuseum auf Facebook und/oder Instagram. Buchstäblich helfen können Sie als Mitglied mit einem Jahresbeitrag ab 26 Euro, mit Spenden und mit Ihrem Engagement. Wer gar einen Ort kennt, an dem das Buchstabenmuseum sich mit seinem einzigartigen Fundus auf lange Sicht einquartieren könnte, möge sich bitte dringend melden und uns weitervermitteln! Wichtig wäre dabei die Möglichkeit, ausstellen und Publikum auch für Veranstaltungen einladen haben zu dürfen, und einen kleinen Museumsshop einrichten zu können. Wichtig wäre auch die Finanzierung des Umzugs und/oder Hilfe dabei.

Wo ist der großherzige Buchstabenfreund, Spender, wo die reiche Mäzenatin oder Stifterin, die sich der Buchstaben, dieses einmalig schönen, stimmigen Kulturprojekts annehmen? Wer sich angesprochen fühlt, wer einen Tipp, reiche Buchstaben- und Kulturfreunde oder wohlmeinende Stifterinnen im Bekanntenkreis hat, möge sich melden, am besten direkt beim Buchstabenmuseum.

PPS

Zum Verbleib der Tagesspiegel-Buchstaben: Ein vollständiger Schriftzug DER TAGESSPIEGEL ging, gestiftet von Erik Spiekermann, direkt an das Buchstabenmusum Berlin. Dort wird er wie viele andere legendäre Logo-Schriftzüge liebevoll aufbewahrt, dokumentiert und so bald wie möglich in voller Pracht dem Publikum gezeigt. Die 2015 präsentierten Großbuchstaben EEEE waren die öffentliche Erstausstellung des Objektes, aktuell lagern sie unter den S-Bahn-Bögen Bellevue. An der Rettungsaktion im Juni 2013 waren beteiligt: Barbara Dechant vom Buchstabenmuseum, Luc(as) de Groot von LucasFonts, Till Kaposty-Bliss von Das Magazin und Sonja Knecht, zu der Zeit Textchefin bei Edenspiekermann, der Agentur mit Sitz im Gebäude unter den Buchstaben. Viele Fotos von der Aktion finden Sie in meinem Album „Tagesspiegel retten“ auf Facebook.

Erstmal in Sicherheit und an den Ort ihres Verbleibs bringen: hier das E, S, P, I für EdenSPIekermann.

Vom zweiten Schriftzug blieben die Buchstaben E, S, P, I, als Kurzform für Edenspiekermann, in deren Büro im 6. OG des Gebäudes. Die übrigen (DARGELEGTES) verwahrt der Buchstabenberger und Schriftgestalter Lucas de Groot; er ließ sie liebevoll (in tagelanger KLeinarbeit) von einem Restaurator reinigen, stellt sie in seinem Studio aus und erfreut damit seine Belegschaft, Studenten und andere Gäste.

Als Dankeschön an Edenspiekermann haben wir dort den Anfang gemacht und die Buchstaben ESPI eigenhändig geputzt – eine Wahnsinnsarbeit übrigens (Abgasruß ist hartnäckig, Taubenkot kaum zu bewältigen). Im Hintergrund Bernd Matthies vom Tagespiegel, noch bestens mit dem Gebäude vertraut, der sich der Buchstabengeschichte annahm (Fotos Mike Wolff).

Dank an Bernd Matthies (Bericht) und Mike Wolff (Fotos) für den netten Besuch bei Edenspiekermann und den schönen Bericht im Tagesspiegel!

Während wir die Buchstaben putzten, erzählten die Herren vom Tagesspiegel uns Anekdoten aus der wilden Zeit, als sie selbst noch in der Redaktion in den heutigen Räumen der Agentur an der Postdamer Straße arbeiteten.

Die Putzaktion (am Freitag, 7. Juni 2013) ist fast vollbracht: in der Mitte Barbara Dechant vom Buchstabenmuseum, mit Lucas de Groot (LucasFonts) und Sonja Knecht, TXET.

Von Jochen Volprecht aus Lichterfelde erreichte uns netterweise die Nachricht, dass – nach Recherchen gemeinsam mit Klaus Brüning, der von 1970 bis 1994 im Tagesspiegel-Haus eine Layout-/Fotosatz-Firma hatte – der doppelte Tagesspiegel-Schriftzug im Zeitraum von 1988 bis spätestens 1991 auf dem Dach installiert worden sein muss („maßgebend waren Wechsel in der Geschäftsleitung, die Herren Dr. Haedler, C. Poll usw.“, wie es hieß). Weit über 20 Jahre also überragte er an markanter Stelle die Potsdamer Straße. Jetzt steht ein kleiner, symbolischer Rest im Empfang von Edenspiekermann fast direkt darunter.

Bitte lesen Sie auch die Geschichte vom lächelnden g, als besonders schönes Beispiel dafür, wie Menschen und Buchstaben zusammenfinden.

Im Corporate Blog von Edenspiekermann erschien mein erster kurzer Text über die Rettungsaktion der TAGESSPIEGEL-Schriftzüge: Schneller als der Bagger sein.

Kein Zufall übrigens mit den vielen Es: Es ist der meistverwendete Buchstaben im Deutschen.

GlücklichE TExtErin.

PPPS

Mein Beitrag „Große Liebe“ über das Buchstabenmuseum Berlin erschien in Ralf Herrmanns TypoJournal Ausgabe 4 über Das Schriftschaffen im deutschsprachigen Raum und wurde für Schrägstrich aktualisiert. Die Fotos sind von Kilian Krug (KK), Peter Rudolph (PR) und Andre Stoeriko (AS). Damit sei unverblümt für das TypoJournal geworben, herausgegeben nahezu in Eigenregie von Ralf Herrmann, Jena (der seit über 10 Jahren auch die Plattform Typografie.info, die deutsche „Internet-Design-Community zu Schrift und Typografie“, betreibt). Die ersten beiden Ausgaben des TypoJournals sind vergriffen; Nummer 3 war dem Wandel in Schrift und Sprache gewidmet, unter anderem mit zwei Beiträgen zum Versal-Eszett (und damit einer heißen Debatte der Typografieszene). Ausgabe 4 gibt einen Überblick eben zum Schriftschaffen im deutschsprachigen Raum: Neben Schriftanbietern und deren Historie spannt sich der Bogen von einer Strategie der Leserkonditionierung um 1800 über die zeitgenössische Sammlung Ungewöhnlicher Umlaute von Florian Hardwig, Berlin, bis hin zu Museen, die sich der Bewahrung und Dokumentation von Schrift(en) widmen: dem Gutenberg-Museum Mainz etwa, dem Museum für Druckkunst in Leipzig und unserer großen Liebe vor Ort, dem Buchstabenmuseum Berlin.

Mein Artikel im TypoJournal. Verwiesen sei hiermit auf die Dokumentationen bei den Exponaten im Buchstabenmuseum selbst, wie hier oben rechts zu sehen (der Gestalter des „Zierfische“-Schriftzuges vom Frankfurter Tor).

Buchstabenbergungsgeschichten und Begleitanekdoten, die in und um Berlin spielen.

Die Fotos zum Artikel links zeigen das von Studenten der HTW gestaltete abgedunkelte Schaudepot im 1. OG des Einkaufszentrums an der Karl-Liebknecht-Straße beim Alexanderplatz.

Die wunderbaren Exemplare aus Florian Hardwigs Umlautsammlung zeigen hauptsächlich Schriftzüge und Schilder (ehemaliger) Ladengeschäfte, wie wir sie im Buchstabenmuseum Berlin sammeln.

Eine Spezialität oder Sonderform sind Umlautzeichen, die in den Buchstaben eingebettet oder darin versenkt werden; andere werden zu einer Art Ligatur oder zu einem neuen Bildsymbol verschmolzen.

Einblick in seine Umlautsammlung gab Florian Hardwig neulich live beim Berliner Typostammtisch Nummer 66 als einer von 12 Pecha-Kucha-Vortragenden. Ein fulminanter Abend! Überhaupt ist auch der Typostammtisch Berlin – nächste Termine gibt es per Newsletter und via @typostammtisch auf Twitter – eine exzellente Anlaufstelle für alle, die sich für Buchstaben und Schrift (Geschichte, Gestalt/ung, Anwendung, Technologie usw.) wie für das Fortbestehen unseres Buchstabenmuseums interessieren.

Berlin ist und bleibt eine Buchstabenstadt.

 

Alle Fotos sind, wenn nicht anders angegeben, privat (von Sonja Knecht und Lucas de Groot). Falls ich andere Angaben unvollständig gemacht, Namen vergessen oder falsch geschrieben habe, freue ich mich über entsprechende Hinweise und trage alles Notwendige gerne nach. Die Rechte liegen im Zweifelsfall beim Buchstabenmuseum Berlin.